Spielgruppen

Kinderkrippe

 

Das pädagogische Konzept der Kinderkrippe HadeKi

 


Brüttisellen, Januar 2017


 

 

1. Leitbild

 

Die Kinderkrippe HadeKi ist eine familienergänzende Institution, die Kinder im Alter von drei
Monaten bis zum Kindergarteneintritt betreut. (Bei Geschwisterpaaren bis das jüngste Kind in den Kindergarten geht) Unsere Krippe bietet den Kindern eine Vielzahl an Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Unser Ziel ist es, die Kinder in emotionaler, kognitiver, sozialer und sprachlicher Hinsicht zu fördern.
Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Bedürfnisse der Kinder. Arbeitsweise, Tagesablauf und Raumprogramm richten sich nach ihren Bedürfnissen.
Die Kinder verbringen den Tag in einer altersgemischten Gruppe. So lernen sie auf andere Rücksicht zu nehmen und erleben vielfältige Vorbilder. Die KiTa schafft Raum, damit die Kinder in ihrer Entwicklung wichtige Erfahrungen machen können - sowohl sozial und emotional als auch im Bereich der Grob- und Feinmotorik. Wir schaffen Voraussetzungen, die es dem Kind ermögliche, das nähere Umfeld kennen zu lernen und  Kontakte ausserhalb der KiTa zu knüpfen.
Unsere Mitarbeiterinnen verfügen über eine pädagogische Ausbildung und nehmen regelmässig an Weiterbildungsangeboten teil.

 

2. Pädagogische Grundsätze und Ihre Umsetzung

2.1. Individualität

Wir ermutigen die Kinder ihre Interessen und Anliegen auszudrücken und gehen darauf ein.
Wir erkennen und respektieren die Individualität jedes Kindes. Wir respektieren seinen Rhythmus und fördern es innerhalb seiner Grenzen und Fähigkeiten. Wir begegnen jedem Kind wertfrei ungeachtet seines religiösen oder kulturellen Hintergrundes und unabhängig vom Grund, weshalb die Eltern ihr Kind in die Kita bringen wollen. Wir erkennen seine Vorlieben und Abneigungen, seine Meinungen, Stimmungen und Entscheidungen, seine Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche, seine Intimsphäre und sein Eigentum an.
Wir pflegen zu jedem Kind eine persönliche Beziehung, setzen uns mit ihm auseinander und sind ihm verlässliches und ehrliches Gegenüber. Dabei achten wir darauf, dass wir die Stärken jedes einzelnen Kindes unterstützen und ihm dort behilflich sind, wo es dies benötigt. Wir üben keine Kritik an der Persönlichkeit des Kindes, sondern setzen, wo nötig, Verhaltensgrenzen. Unsere Regeln sind dem Alter der Kinder angepasst und sachbezogen, das heisst, nicht moralisch, und sie haben das Ziel, das Zusammenleben in der Gemeinschaft zu optimieren.
Dabei gehört es zur ständigen Aufgabe des (heranwachsenden) Menschen, das Gleichgewicht zwischen Individuation (Wunsch eigene Interessen durchzusetzen) und Sozialisation (Wunsch sich dem sozialen Umfeld anzupassen und „dazu gehören“) herzustellen und Widersprüche auszuhalten. Das Erlernen von Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit sind vor diesem Hintergrund unerlässlich.

2.2. Geborgenheit und Vertrauen

Geborgenheit und Vertrauen bilden die Basis, auf der sich jedes Kind seinem Alter, seiner
Persönlichkeit und seinen Bedürfnissen entsprechend entfalten kann. Das Erleben von Geborgenheit und Entwickeln von Vertrauen wird durch ein stabiles und vertrautes Umfeld ermöglicht.
Verbindlichkeit, Ausgeglichenheit, Herzlichkeit und Freude am Kind sind uns wichtig. Wir sorgen durch Empathie und angemessenem Körperkontakt dass die Kinder bei uns aufgehoben fühlen. Es ist uns wichtig, dass diese Werte bei all unseren Handlungen umgesetzt werden.
Während der Eingewöhnungszeit, bei Hygienehandlungen, beim Essen und beim Schlafen. Wir achten auf stabile Gruppen, fördern das Zusammenleben mit vertrauten  Kindern und vermitteln dadurch Vertrauen und Geborgenheit.
Deshalb gehören fixe Präsenzzeiten sowie eine Mindestbelegung zu unseren Aufnahmekriterien.
Um Geborgenheit zu vermitteln, legen wir grossen Wert auf die Einteilung und Pflege der Räumlichkeiten. Die Kinder sollen sich darin gut orientieren und selbständig zurechtfinden. Überschaubare Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten vermitteln Behaglichkeit und Sicherheit.
Ein klar gegliederter Tagesablauf, Beständigkeit, Regeln und Rituale dienen dazu, dem
Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

2.3 Rituale

Rituale vermitteln Sicherheit und Geborgenheit, geben Halt und Vertrauen. Sie sind wichtige Orientierungshilfe zur Strukturierung der Zeit und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
Rituale werden regelmässig durchgeführt  und sind den Bedürfnissen der Kinder angepasst.
Jede Sequenz wird mit einem Ritual eingeleitet.

2.4 Selbständigkeit und Selbstvertrauen

Wir unterstützen das natürliche Streben des Kindes zur Selbständigkeit und stärken das Vertrauen des Kindes in seine wachsenden Fähigkeiten.
Ausgehend vom Entwicklungsstand und der Persönlichkeit des Kindes, fördern wir in unserer
täglichen Arbeit die zunehmende emotionale, kognitive, soziale und sprachliche Kompetenz laufend, so dass das Selbstvertrauen jedes einzelnen Kindes gestärkt werden kann.
Um diese Ziele zu erreichen, schaffen wir ein anregendes und ansprechendes Umfeld mit vielfältigen Spielgelegenheiten.  Wir ermutigen die Kinder zur Selbsttätigkeit bei der Verrichtung von alltäglichen Arbeiten, der Ausführung der Körperpflege und der Gestaltung des Zusammenlebens. Wir lassen dem Kind Raum für eigene Erfahrungen, auch Misserfolgen. Wir greifen so wenig wie möglich ein und warten erst mal ab, ob das Kind die Aufgabe alleine lösen kann oder will. Auf Wunsch oder wenn nötig geben wir Hilfestellung.

2.5 Sprachentwicklung 

Einer der wichtigsten Entwicklungsschritte unserer Kinder ist der Erwerb der Sprache. Fabulieren, Sprachspiele, Wörtersalat und Verse. Wir bieten ein Umfeld, das zum lustvollen Nachahmen und Üben animiert. Wir legen grossen Wert auf eine differenzierte und korrekte Sprache, korrigieren die Kinder nicht, sondern wiederholen die Sätze korrekt. Durch dieses Wiederholen lernen die Kinder die Sprache exakt, verlieren aber ihre Freude an der Sprache nicht.
Säuglinge profitieren allgemein durch die sprachliche Begleitung aller Aktivitäten.
Auch Sprachspiele, Lieder, Reime, Geschichten und Rollenspiele sind fester Bestandteil unserer methodischen Arbeit denn sie fördern den Spracherwerb spielerisch und lustvoll.
Wir integrieren fremd- oder mehrsprachige Kinder in der Krippe und fördern deren Sprachentwicklung.
Unsere Umgangssprache ist Schweizerdeutsch.

2.6 Soziale Kompetenzen

Wir haben genug Platz in der Krippe, wo sich die Kinder zusammenfinden und ihre Sozialkompetenzen entwickeln können. Das Erproben von sozialen Verhaltensmustern ist äusserst vielfältig. Wir unterstützen gemeinschaftsfördernden Verhaltensweisen, wie Mitgefühl, Solidarität, Hilfsbereitschaft und Freundschaft. Die Kinder lernen aber auch sich abzugrenzen und nein zu sagen. Sie können sich auch jeder Zeit, wenn sie Ruhe haben möchten, zurückziehen. Wir ermutigen die Kinder, eigene Interessen und Meinungen zu vertreten und fördern eine positive, lösungsorientierte Streitkultur. In der Auseinandersetzung mit anderen Kindern und Erwachsenen lernt das Kind, eigene und fremde Grenzen zu akzeptieren. Wenige, verbindliche und verständliche Regeln erleichtern dem Kind die Orientierung und ermöglichen überhaupt erst das Zusammenleben in der Gemeinschaft.

2.7 Der Umgang mit Konflikten

Wir  bemühen uns, mit Konflikten konstruktiv und lösungsorientiert umzugehen.
Das Erlernen eines konstruktiven Umganges erfordert viel Geduld und die Bereitschaft sich darauf einzulassen. Bei unlösbaren Situationen ist es wichtig, das Gespräch weiter zu suchen.

2.8 Konflikte zwischen den Kindern

Wir unterstützen die Kinder dabei, Konflikte selbständig zu lösen. Wir verhalten uns in
Konfliktsituationen abwartend und beobachtend. Wir schalten uns ein, wenn die Kinder überfordert sind, einzelne Kinder unter Druck geraten oder wenn Gewalt angewandt wird. Wir verhalten uns neutral und geben Hilfestellung.
Kleinen Kindern fehlen manchmal die Worte und sie leben sich über Ihre Gefühle aus. Aggressionen, Wut und Trauer sind Ausdruck ihrer Überforderung. In dieser Situation könnte es schlagen und beissen. Dies gehört zur Entwicklung des Kindes. Wir bleiben ruhig und lernen es geduldig, die Konflikte auf andere Weise zu lösen.

2.9 Konflikte zwischen Kindern und Erzieherinnen

Kinder suchen die Auseinandersetzung mit Erwachsenen, sie lernen dabei eigene und fremde Grenzen zu erkennen. Als Erwachsene nehmen wir in Konfliktsituationen bewusst unsere Vorbildfunktion wahr. Wir halten uns an die von uns erarbeitetet Regeln um Konflikte zu lösen.
Wir thematisieren störendes Verhalten und suchen gemeinsam nach Lösungen.
Wir hören aufmerksam zu und verwenden „Ich-Botschaften“. Stossen wir als Erwachsene an unsere Grenzen, nehmen wir die Hilfe einer weiteren Erzieherin in Anspruch.

2.10 Sachkompetenz

Kinder lernen, indem sie sich selbst Aufgaben stellen, eigene Pläne entwickeln, Experimente
durchführen und die Schwierigkeit der Spielhandlung den eigenen Fähigkeiten anpassen.
Bei sämtlichen Tätigkeiten wie Spielen, Basteln, Malen, Mithelfen im Alltag usw. steht das
prozessorientierte Lernen im Vordergrund. Wir fördern den Forschungs- und Spieltrieb des Kindes.
Das Kind soll seine Fähigkeiten selber entdecken und entwickeln. Mit dieser Erfahrung wird das Selbstbewusstsein gestärkt und zur Unterstützung gestalten wir die Umwelt des Kindes
anregend und spielfördernd.
Wir bieten Bewegungsspiele, Konzentrationsspiele, das selbständige Spielen alleine, zu zweit oder mit mehreren Kindern. Neben den konventionellen Spielsachen, bieten wir diverse Materialen an, die die
Fantasie anregen und zum Experimentieren einladen.
Die Kinder können sich im ganzen Krippenbereich frei bewegen.

2.11 Freispiel

Entsprechend dem Alter der Kinder nimmt das Freispiel im Tagesablauf den grössten Platz ein.  Im Freispiel darf das Kind selber entscheiden, mit wem, wo, mit was und wie lange es spielen möchte. Das Kind soll jedoch lernen zu respektieren, wenn ein anderes nicht mit ihm spielen will oder das gewünschte Spielzeug schon vergeben ist. Beim Freispiel wird die Phantasie gefördert. Es entstehen oft Rollenspiele, in denen das Kind erlebtes verarbeitet. Wir geben dem Kind den nötigen Freiraum und genügend Zeit, um ins Spiel zu finden. Wir ziehen uns bewusst zurück und geben nur wenn nötig Hilfestellung.

2.12 Geführte Sequenzen

Geführte Aktivitäten gehören zum Tagesablauf.
Es sind, gemeinsame Kreis- und Regelspiele, Singen, Verse, Basteln, Malen, Vorlesen aus Bilderbüchern, Kochen,  Backen usw.

2.13  Kreativität und Spiel

Kreativität und Kunst bei Kindern hat nicht primär mit dem Vermitteln von künstlerischen Techniken zu tun, sondern mit dem Schaffen von Gelegenheiten für das eigene Erproben, Entdecken, Erkunden und Spielen. Ebenso mit dem Ausdrücken von Gefühlen und Emotionen. Kinder haben ein unstillbares Interesse daran, die Welt um sie herum zu erfahren. Mit grosser Begeisterung stürzen sie sich auf Aufgaben und Herausforderungen. Im Krippenalltag fördern wir dies, indem wir Materialien zum Werken und Experimentieren zur Verfügung stellen, Rollenspiele ermöglichen, aber auch Orte der Ruhe und Geborgenheit schaffen.

2.14 Motorik

Die Bewegungsentwicklung ist ein zentraler Punkt unserer Arbeit. Vor allem in den ersten zwei Lebensjahren macht der Säugling die selbstständige Entwicklung vom Liegen auf dem Rücken bis hin zum freien Gehen. Dies geschieht nach einem von Natur aus angelegten Entwicklungsplan und bedarf keiner wesentlichen Hilfe in Form von Üben oder spezieller Förderung. Durch die Freude an der selbständigen Aktivität und den dabei gemachten Erfahrungen wird die ganze Persönlichkeit des Kindes wesentlich geprägt.
Aufgrund dieser Erkenntnis versuchen wir die Selbstständigkeit jedes Kindes so gut wie möglich zu achten. So wird kein Kind in eine Lage gebracht wird, die es aus eigenem Antrieb nicht einnehmen kann. Um die Bewegungsentwicklung zu unterstützen bieten wir den Kindern eine altersgerechte Umgebung, anregende Spielsachen, sowie genügend Freiraum und Schutz. Neben den kindergerecht eingerichteten Innenräumen bietet unser Garten viel Freiraum für Bewegung.

 

3. Alltagssituationen

3.1  Eingewöhnung

Der Übergang aus dem gewohnten Rahmen der Familie in die noch unbekannte Krippe stellt für jedes Kind eine Herausforderung dar. Das Kind sieht sich mit neuen Kindern und Erwachsenen konfrontiert und muss sich in einer ihm unbekannten Umgebung zurechtfinden. Aus diesem Grund achten wir auf enge Zusammenarbeit zwischen der Betreuerin und den Eltern, und ermöglichen so eine behutsame und individuelle Eingewöhnung. Bei einem ersten Gespräch werden die verschiedenen Phasen der Eingewöhnung besprochen die je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes
unterschiedlich lang dauern können. In der Regel dauert die Eingewöhnungsphase zwei Wochen. Während dieser Zeit kommt das Kind zwei bis drei Mal pro Woche für eine bis zwei Stunden in die HadeKi. In den ersten Tagen bleibt ein Elternteil während der gesamten Zeit anwesend. Nach ein paar Tagen, wenn sich das Kind mit der Betreuerin und der neuen Umgebung bekannt machen konnte, nimmt das Kind zum ersten Mal für eine kurze Zeit Abschied vom Vater oder der Mutter. Es hilft dem Kind, wenn es für diesen ersten Abschied einen vertrauten Gegenstand von zuhause mitbringt (Schmusetuch, Teddybär, etc.). Die Eltern sind jederzeit telefonisch erreichbar. Verläuft die erste Trennung gut, wird die Anwesenheitszeit des Kindes ohne die Eltern laufend verlängert.
Die Eltern sollten während der Eingewöhnungszeit immer etwa zur gleichen Tageszeit in die Krippe kommen. Dies erleichtert es dem Kind mit der neuen Situation schnell vertraut zu werden.

3.2 Die ersten Schritte der Ablösung

Mit dem Eintritt des Kindes in die Krippe findet ein Stück Ablösung in der Eltern-Kind-Beziehung statt. Viele Kinder, denen das Leben in der Krippe Freude macht, reagieren früher oder später mit Tränen, Traurigkeit oder Wut auf die Abschiedssituation. Wir lassen die Gefühle des Kindes zu, wir sind für das Kind da und thematisieren die Situation. Damit helfen wir dem Kind seine Wut oder Traurigkeit auszuhalten und zu verarbeiten.
Manche Eltern befürchten, dass sich ihr Kind in der Krippe nicht wohl fühlt. Oft ist es jedoch nur der Moment des Abschieds, der den Kindern schwer fällt. Es hilft den Kindern wenn die Eltern die Gefühle der Kinder als „normale“ Reaktion akzeptieren, sie thematisieren und darauf vertrauen, dass dem Kind dieser Entwicklungsschritt gelingen wird. Hilfreich ist es auch, wenn sich die Eltern bewusst mit ihrem Anteil am Ablösungsprozess in der Eltern-Kind-Beziehung auseinandersetzen und dieses Thema gegebenenfalls mit der Betreuerin oder Krippenleiterin besprechen. In manchen Fällen sind es die Eltern, die nicht loslassen können und dem Kind damit die Ablösung erschweren.

3.3 Ankunft

Jedes Kind wird von seinem Elternteil (oder Stellvertretung) in die Kitaräumlichkeiten begleitet. Die Erzieherin nimmt das Kind in Empfang und tauscht sich mit dem Elternteil über das Befinden oder besondere Vorkommnisse des aus. Danach begleitet die Betreuungsperson das Kind und hilft ihm, den Einstieg in die Gruppe zu finden.
Es ist sehr wichtig, nachdem man sich vom Kind verabschiedet hat, ohne zu zögern zu gehen. Der „Abschiedsschmerz“ wird so nicht unnötig lange herausgezögert.
Für viele Kinder ist auch das Winken am Fenster ein hilfreiches Abschiedsritual.

3.4  Blockzeiten

Bis 9.00 Uhr müssen alle Kinder in der Krippe eingetroffen sein. Ab 9.00 Uhr beginnen die geführten Aktivitäten. Um ca. 10.00 Uhr essen wir Z’nüni und um 12.00 Uhr gibt es Z‘mittag, danach legen sich die Kinder zum Schlafen hin oder sie verbringen die Zeit bis 14.00 Uhr mit ruhigen Aktivitäten. Ab 14.00 Uhr beginnt die zweite Blockzeit und endet um 17.00.  Um 16.00Uhr essen wir Z‘vieri. Bei den Säuglingen achten wir auf deren individuelle Bedürfnisse.

3.5 Kleidung / eigene Spielsachen

Die Kinder sollen der Witterung entsprechende bequeme Kleider tragen. In dieser Kleidung soll das Kind malen, kneten und basteln sowie mit Wasser und Sand spielen dürfen. Ersatzkleider sollten nach Möglichkeit mitgebracht werden. Ferner sollen Hausschuhe oder Stopper-Söckchen, Gummistiefel, Regenschutz, Kappe oder Sonnenhut und Windeln mitgebracht werden.
Kuscheltiere und Nuggi darf das Kind selbstverständlich mitbringen. Für Spielsachen, die in die Kita mitgebracht werden, kann aber keine Verantwortung übernommen werden.

3.6 Abholzeiten

Die Abholzeiten sind vertraglich geregelt. Wünschen die Eltern ein Feedback vom Tag, müssen sie 15 Minuten vor Krippenschluss das Gespräch suchen (nicht zwei Minuten vor Schluss). Für Austauschgespräche, Informationen oder Anregungen können sie mit der Kitaleiterin oder der Gruppenleiterin jeder Zeit einen Termin vereinbaren.

3.7 Ruhezeiten

In den unseren Räumlichkeiten bieten sich ruhige Ecken und Rückzugsmöglichkeiten an, um sich auszuruhen. Daneben gibt es  einen Schlafraum, welcher während der Ruhezeit über den Mittag abgedunkelt wird. Für die Säuglinge stehen Gitterbettchen zur Verfügung. Zum Schlafen nehmen die Kinder ihre eigenen Kuscheltiere, Nuschelis oder Nuggis mit.
Im Tagesablauf werden die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse berücksichtigt, je älter die Kinder sind, schlafen sie in der Regel nur noch nach dem Mittagessen. Während dieser Zeit ist stets eine Bezugsperson anwesend. Kindern, welche nicht mehr schlafen, bieten wir Alternativen an.

3.8 Gesundheit und Körperpflege

Bei unserer täglichen Arbeit legen wir grossen Wert auf die Einhaltung der notwendigen Hygiene und Körperpflege. Wir achten darauf, dass die Gesundheit und die Sicherheit der Kinder jederzeit durch die angemessene Beaufsichtigung gewährleistet sind. Wir tauschen uns täglich mit den Eltern und den Miterzieherinnen über das Wohlbefinden des Kindes aus. Besondere Vorkommnisse führen werden notiert, so dass diese Informationen allen Teammitgliedern jederzeit zur Verfügung stehen.

Beim Wickeln und der allgemeinen Körperpflege respektieren wir die Intimsphäre des Kindes. Wir erklären dem Kind all unsere Pflegehandlungen und animieren es zur Kooperation (z.B. Kleidungsstücke ausziehen etc.). Wir begleiten das Kind bei der Körperpflege entsprechend seinem Entwicklungsstand. Bei der Körperpflege von Kleinstkindern sorgen wir für eine angenehme Atmosphäre. Die Windeln werden von den Eltern mitgebracht. Wir üben mit dem Kind die grundlegenden Pflegehandlungen damit es sie versteht und anzuwenden lernt.

3.9  Ernährung

In der HadeKi stehen zwei  Küchen zur Verfügung. Die Küche im Bereich – Essen - wird, zur Vorbereitung der Zwischenmahlzeiten und zum Aufwärmen von Brei und Schoppennahrung genutzt. In der Hauptküche wird das Mittagsessen täglich frisch zubereitet. Die Lebensmittel werden regelmässig, regional eingekauft. Die Mahlzeiten sind schmackhaft, gesund und ansprechend angerichtet. Die Menu’s werden von der Ernährungsberaterin zusammengestellt. Die Kita legt grossen Wert auf eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Auf spezielle Ernährungswünsche können wir eingehen. (Laktose-, Glutenfrei, Schweinefleisch, Vegetarisch)
Das Kind kann selber entscheiden, wie viel und was es von unserem Angebot essen will. Wir unterstützen das Kind, das Essen zu probieren und motivieren es für Neues offen zu sein.
Wir beginnen und beenden die Mahlzeit gemeinsam (Ritual). Die Erzieherinnen sind in ihrem Essverhalten Vorbild.
Je nach Alter oder Wunsch der Kinder werden sie in ihrer Selbständigkeit beim Essen unterstützt und gefördert.
Getränke werden den Kindern den ganzen Tag über angeboten, wobei darauf geachtet wird, dass jedes Kind genügend trinkt.

3.10 Ausflüge

Die tolle Lage der HadeKi ermöglicht  kleinere Ausflüge in die nahe Umgebung oder in den Wald. Wenn immer möglich, gehen wir an die frische Luft und benutzen unseren eigenen, wunderschönen Spielplatz. Wir achten auch darauf, dass die hier betreuten Kinder ihre Umgebung kennen lernen und einen emotionalen Bezug zu ihr entwickeln können.


4. Der Ort

4.1 Die Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten der HadeKi befinden sich im Parterre an der Zürichstrasse 23.
Die Räume werden von allen Gruppen benutzt. Dazu gehören Essraum, Bastelraum, Ruheraum, Spiel-  und Bewegungsraum, ausreichend Toiletten, Wasch- und Zahnputzräume sowie die Eingangs- und Garderobenbereiche.
Angrenzend an die hellen Räumlichkeiten befindet sich unser grosser Garten.
Die Krippenräume sind den Bedürfnissen von Kleinkindern angepasst. Architektur und Einrichtung orientieren sich am pädagogischen Konzept.
Die Räume vermitteln Geborgenheit, fördern die Selbständigkeit und bieten sowohl Platz für Aktivitäten in der Gruppe als auch für das individuelle Spiel.

4.2 Spielmaterialien

Wir bieten den  Kindern neben den konventionellen Spielsachen, ein vielfälltiges Angebot von verschiedenen Materialien an.
Ein Teil des Spielangebotes ist für die Kinder frei zugänglich. Empfindliche und nicht für jedes Alter geeignete Spielmaterialien werden nach Absprache mit den Kindern herausgegeben.

4.3 Garten

Das Erleben und Erobern der Umwelt soll auch in der freien Natur stattfinden. Der Garten ist naturbelassen und lädt zum Entdecken ein. Die Gestaltung des Gartens richtet sich nach den Grundsätzen des pädagogischen Konzepts.
Ein grosszügig angelegter Sandkasten, ein Wasseranschluss in der Nähe lädt zu sinnlichen Sand- und Wasserspielen ein. Auf unserem grossen Sitzplatz können wir im Sommer auch unsere Mahlzeiten einnehmen.

4.4 Büro und Sitzungsraum

Die Krippenleiterin verfügt über ein eigenes Büro, das sich mitten in der Krippe befindet. So ist gewährleistet, dass zu jeder Zeit Kontakt gepflegt werden kann. Elterngespräche sind dort ungestört möglich.


5. Personelles

5.1 Anforderung

Geschäftsführung
Die Krippe wird kaufmännisch, von der Geschäftsleitung (GL/KL) geführt. Pädagogische Fragen werden von der GL und der FABE geklärt.
Erzieherinnen
Die Erzieherinnen verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung (dipl. Kleinkinderzieherin, Fachfrau Kinderbetreuung, Kinderpflegerin, Kindergärtnerin oder andere anerkannte Diplome). Pro Gruppe gibt es eine Erzieherin.
Lernende
Die Lernenden absolvieren eine anerkannte Berufsschule und sind in der Regel 2-3 Jahre in der Krippe. (3-4 Jahre bis zur Fachfrau Kinderbetreuung)
Praktikantinnen
Ein Praktikum in unserer Krippe dauert 1 Jahr. In dieser Zeit hat die
Praktikantin Gelegenheit den Beruf Fachperson Kinderbetreuung kennen zu lernen.
Sie wird gezielt (Ausbildungsplan) auf eine Lehre vorbereitet.
Aushilfe (AH)
Aushilfskräfte verfügen über eine Aus- oder Weiterbildung im pädagogischen Bereich und/oder haben Erfahrung in der Arbeit mit (Klein-)Kindern.

5.2 Weiterbildung

Die Kinderkrippe HadeKi fördert die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen. Die KL stellt den nötigen Freiraum für Weiterbildung zur Verfügung. Max. 5 Arbeitstage bei 100 % Pensum.
Die KL entscheidet ob Bedarf an Supervision besteht und ordnet sie nötigenfalls an.

5.3 Personalführung

Die GL führt jährliche Qualifikationsgespräche, in denen die Ziele des Pädagogischen Konzepts in der Umsetzung im Alltag ein Thema sind. Dabei werden die bereits gesetzten Jahresziele überprüft, für das neue Jahr Ziele ermittelt, konkrete Massnahmen z.B. in der Weiterbildung vereinbart und ein Zeitplan zur Zielerreichung erstellt. Die GL qualifizieren die Lehrlinge und die Praktikantinnen zweimal jährlich (evtl. im Beisein der FABE). Entsprechend dem Ausbildungsplan und der Kompetenzliste werden Ziele überprüft, neue vereinbart und entsprechende Massnahmen eingeleitet.

5.4 Zusammenarbeit im Team

In der HadeKi finden regelmässig Teamsitzungen statt. Alle Beteiligten können Traktandenwünsche bei der GL einbringen. Sie entscheidet über die Schwerpunkte.
Feste Traktanden sind:
– Die Reflexion der laufenden Betreuungs- und pädagogischen Arbeit, gemessen an den pädagogischen Zielen im Leitbild
– Planung der pädagogischen Arbeit
– Organisatorisches
– Die fachliche Arbeit
– Informationen/Allgemeines: Alle Teammitglieder beteiligen sich an Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen und fühlen sich für deren Umsetzung verantwortlich.

5.5 Leitsätze für die Zusammenarbeit im Team

– Jedes Teammitglied setzt sich für eine optimale Zusammenarbeit ein.
– Wir pflegen eine offene und direkte Kommunikation miteinander und sprechen Erwartungen, Probleme und Unstimmigkeiten so schnell wie möglich an.
– Konflikte darf es geben, sie werden lösungsorientiert angegangen.
– Kritik wird konstruktiv und aufbauend geäussert.
– Jeder darf Fehler machen. Fehler sind da, um aus Ihnen zu lernen.
– Wir begegnen einander mit Respekt und akzeptieren die unterschiedlichen Persönlichkeiten in unserem Team.
– Wir unterstützen uns gegenseitig, bieten und nehmen Hilfe an.
– Wir zeigen gegenseitiges Interesse und Anteilnahme und fördern damit den Teamgeist.
– Motivation setzen wir voraus, Mitdenken, Eigeninitiative und Anregungen werden geschätzt und gefördert.

5.5 Fachliche und persönliche Kompetenzen

Der Beruf der Erzieherin ist ausgesprochen vielfältig und anforderungsreich. Er verlangt ein breites Fachwissen, Differenzierungsfähigkeit, Flexibilität, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.
Die Erzieherin muss sich mit der eigenen Persönlichkeit, der eigenen Rolle, ihren Lebenszielen und Verhaltensweisen auseinandersetzen. Die Bereitschaft
zu Supervision und Weiterbildung werden daher vorausgesetzt.
Die Erzieherin muss fähig sein, sich auf Andere einzulassen, empathisch zu sein, sich aber auch abgrenzen zu können. Sie  arbeitet strukturiert und planend.
Sie ist Vorbild - ihre positive Lebenshaltung, ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Werthaltung wirken prägend auf Kinder.

 

6. Zusammenarbeit Eltern

6.1 Zufriedene Eltern

Gegenseitige Wertschätzung ist uns wichtig. Wir verknüpfen die zwei Welten des Kindes, zu Hause und in der KiTa. Deshalb ist uns eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern enorm wichtig. Dabei sollen die Anliegen aller Parteien Platz haben und berücksichtigt werden: die Bedürfnisse der Kinder, die Anliegen der Eltern und die Möglichkeiten der KiTa.

6.2 Elterngespräche

Die Eltern sollen ihre Kinder mit einem "guten Gefühl" in unserer Krippe betreuen lassen. Wir Sind jederzeit für ein persönliches Gespräch bereit.
Einmal jährlich kann, auf Wunsch der Eltern/Betreuerin, ein Elterngespräch stattfinden. Die Eltern werden über die Fortschritte des Kindes informiert und allfällige Probleme angesprochen. Auf Wunsch werden die Eltern bei Erziehungsfragen  beraten und falls nötig an die entsprechenden Fach- und Beratungsstellen verwiesen.

6.3 Tür und Angel-Gespräche

Ein regelmässiger Austausch über das Alltagsgeschehen in der Krippe und im Elternhaus ist uns wichtig. Um das Kind einfühlsam begleiten zu können, müssen wir über besondere Vorkommnisse in der Familie orientiert werden. Wenn Sie Ihr Kind zu uns bringen, bitten wir um alle Informationen, welche für uns wichtig sind. Am Abend, wenn wir das Kind übergeben, informieren wir Sie über den Tag Ihres Kindes (Essen, Schlafen, Spielen, besondere Vorkommnisse etc.).

6.4 Laufende Info‘s

Auf unser Home Page befindet sich der Essensplan, Informationen zu
besonderen Ereignissen, Festen, sowie Informationen zu Projekten, Aktivitäten, Ausflügen etc.

6.5 Elternabend

Einmal pro Jahr veranstalten wir einen Elternabend. Wir informieren über die pädagogische Arbeitsweise, ausserdem bieten wir die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern zu vernetzen.

 

7. Die Trägerschaft

Unsere Trägerschaft ist eine Aktiengesellschaft (HadeKi AG) mit Sitz in Brüttisellen.


8. Verbindlichkeit

Das vorliegende pädagogische Konzept wurde von der Geschäftsleitung im Januar 2017 erstellt.
Es ist für alle Mitarbeiterinnen verbindlich und bietet die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Es steht allen Eltern und den zuständigen Behörden und Ämtern zur Verfügung.
Im Rahmen der Qualitätssicherung wird das pädagogische Konzept jährlich durch die Krippenleitung auf deren Umsetzung überprüft. Das pädagogische Konzept wird den wandelnden Bedürfnissen und Anforderungen laufend angepasst.
Um dafür Gewähr zu leisten, dass die hier erwähnten Grundsätze im Krippenalltag auch tatsächlich gelebt werden, bildet das vorliegende Konzept Grundlage für die jährlich stattfindenden Qualifikationsgespräche mit unseren Mitarbeiterinnen.